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„Die Aktion muss es geben“

Diözesanjugendpfarrer Norbert Förster und BDKJ-Diözesanvorsitzende Eva Russwurm zur Sternsingeraktion


Foto: Diözesanjugendpfarrer Norbert Förster und die BDKJ-Diözesanvorsitzende Eva Russwurm präsentieren das Plakat für die Sternsingeraktion, die unter dem Motto „Kindern Halt geben in der Ukraine und weltweit“ steht. Foto: ku

Trotz und gerade wegen Corona muss die Botschaft des Friedens verkündet werden. „Als Kirche dürfen wir uns nicht verstecken, sondern müssen gerade jetzt den Frieden und Segen zu den Menschen bringen.“ Darin sind sich Diözesanjugendpfarrer Domvikar Norbert Förster und die BDKJ-Diözesanvorsitzende Eva Russwurm einig und sprechen sich mit Nachdruck dafür aus, dass Anfang Januar nächsten Jahres die Sternsinger wieder in ihren Gemeinden unterwegs sind. „Die Aktion muss es geben“, so ihr Credo im Gespräch mit dem Heinrichsblatt. Verständnis zeigen Förster und Russwurm für Bedenken der Eltern, angesichts der Corona-Pandemie ihre Kinder an der Sternsingeraktion teilnehmen zu lassen. „Angst sollten wir keine haben, Respekt aber schon“, so der Diözesanjugendpfarrer und verweist in diesem Zusammenhang auf das umfangreiche Hygienekonzept, das erarbeitet und inzwischen auch an die Pfarreien verschickt wurde. „Wenn sich alle daran halten, dann muss keiner Angst haben“, so Norbert Förster. „Man muss und kann den Kindern und Jugendlichen auch etwas zutrauen“, konstatiert Eva Russwurm mit Blick auf ihre eigenen Erfahrungen, dass Kinder inzwischen wie selbstverständlich Masken tragen, da sie es von der Schule her so gewohnt sind. Natürlich müssten die – dieses Mal zwingend vorgeschriebenen Gruppenbegleiter – darauf achten, dass alle Vorgaben eingehalten werden. Die Gruppen selbst sollten den Tag über hinweg immer beisammenbleiben und nicht zwischendurch neu gemischt werden. Neben der Maskenpflicht während der Besuche – im Freien und bei ausreichend Abstand der Sternsinger untereinander kann die Maske auch abgesetzt werden – heißt es, sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren und Abstand halten bei Besuchen. Wohn- beziehungsweise Privaträume dürfen bei der kommenden Aktion nicht betreten werden, Begegnungen sind nur vor der Tür oder im Treppenhaus erlaubt. Der Mindestabstand von zwei Metern muss eingehalten werden. Beim Anschreiben des Segens ist ebenfalls auf den Mindestabstand zu den Besuchten zu achten. Gegebenenfalls wird die Tür für diesen Moment kurz geschlossen. Segensaufkleber für Häuser und Wohnungen werden – auch hier unter Wahrung des Abstands – überreicht oder auf der Schwelle abgelegt, so dass der Besuchte den Aufkleber selber anbringen kann. Abstand gewahrt werden muss auch bei der Übergabe der Spenden, gegebenenfalls können hierfür Spendendosen mit Käscher oder Stange gebastelt werden. Ausdrücklich weisen Förster und Russwurm darauf hin, dass der Besuch von Senioren- und Pflegeheimen im Vorfeld mit den Verantwortlichen des jeweiligen Hauses abgesprochen werden muss, da für diese Einrichtungen eigene Schutzkonzepte gelten. Klare Regelungen gibt es auch für den möglichen Transport der Gruppen sowie die Verpflegung während des Tages. Das ausführliche Schutzkonzept, das vor kurzem an die Pfarreien verschickt wurde aber auch über die Homepage des Erzbischöflichen Jugendamtes abrufbar ist, muss nach Aussage des Diözesanjugendpfarrers für jede Gemeinde ausgefüllt werden, kann nach Bedarf aber auch individuell angepasst werden. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es so wichtig, dass die Sternsingerinnen und Sternsinger ihren Segen zu den Menschen bringen und für diese sowie für die benachteiligten Kinder in der Welt zu einem echten Segen werden“, betont Norbert Förster. So werde der Segen für die Menschen in den Gemeinden zu einem wichtigen Zeichen für Hoffnung, Zuversicht und Zusammenhalt. Anders als gewohnt wird am 30. Dezember auch die diözesane Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen in Bamberg über die Bühne gehen. Trafen sich in der Vergangenheit meistens rund 1000 Sternsingerinnen und Sternsinger zur Aussendung, so dürfen es heuer gerade einmal 140 sein, inklusive Begleitpersonen. Aus jedem der 35 Seelsorgebereiche darf eine Gruppe am Gottesdienst mit Erzbischof Ludwig Schick im Bamberger Dom teilnehmen. Um 14 Uhr gibt es im Dom eine thematische Einführung mit Blick auf das Thema und das Beispielland, ehe um 15 Uhr die Wort-Gottes-Feier beginnt. Im Anschluss ziehen die Sternsinger auf den Domplatz, wo sie ihre Segenssprüche aufsagen. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Andreas Starke wird der Segen über die Stadt Bamberg gespendet. Im Vorfeld der Sternsingeraktion bieten die Verantwortlichen des Erzbistums Vorbereitungsworkshops für die Verantwortlichen vor Ort an, die alle digital über zoom stattfinden werden. „Wir wollen dabei ins Gespräch kommen, um Fragen zu klären und nach Lösungen für mögliche Probleme zu suchen“, sagt Eva Russwurm, die als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen wird. Die ausführlichen Informationen, inklusive Zugangslinks, sind ebenfalls auf der Home-page des Jugendamtes unter https://veranstaltungen.jugend-im-erzbistum.de/sternsingeraktion zu finden. In seinem Grußwort zur Sternsingeraktion fasst Erzbischof Ludwig das zusammen, was auch Norbert Förster und Eva Russwurm sagen: „Hoffen wir, dass es auch in Zeiten der Corona-Pandemie möglich ist, als Sternsingerinnen und Sternsinger durch die Gemeinden unseres Erzbistums zu ziehen.“

Autor: Andreas Kuschbert


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