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Gelebte Solidarität

„Renovabis-Solidaritätswochen“ starten in Berlin

Freising/Berlin – Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat am Sonntag in Berlin mit einem Gottesdienst die Renovabis-Pfingstaktion eröffnet. Aufgrund der Corona-Krise fand dieser nur im kleinen Rahmen statt. Gäste aus Osteuropa konnten nicht kommen, auch geplante Begegnungen mit ihnen in den nächsten Tagen in Pfarrgemeinden, Schulen oder Akademien mussten abgesagt werden.
Dennoch sei es dem katholischen Osteuropa-Hilfswerk wichtig, die Solidarität mit den Partnern im Osten Europas nicht zu vergessen, sagte Geschäftsführer Markus Ingenlath. Am Pfingstsonntag (31. Mai) wird es zum Abschluss, wie vorgesehen, einen Gottesdienst im Freiburger Münster mit Erzbischof Stephan Burger geben, der auch per Livestream übertragen wird.
Die „Renovabis-Solidaritätswochen“ stehen unter dem Leitwort „Selig, die Frieden stiften“. Beispielland ist die Ukraine. Zuletzt habe Renovabis die dortigen Projektpartner in der Corona-Krise mit Soforthilfen in fünfstelliger Höhe unterstützt, heißt es. Seit dem Ausbruch der Pandemie verzeichne das Hilfswerk aus vielen seiner 29 Partnerländern eine wachsende Nachfrage nach Unterstützung. Darauf habe Renovabis bis zum 11. Mai mit Nothilfen in Höhe von insgesamt mehr als 400000 Euro reagieren können.
Da die katholischen Pfingstgottesdienste mit den traditionellen Renovabis-Spendenkollekten nur eingeschränkt gefeiert werden können, bittet das Hilfswerk um Online-Spenden. „Ich bin fest davon überzeugt, unsere jetzt gelebte Solidarität fördert langfristig den Frieden“, sagt ­Renovabis-Hauptgeschäftsführer Christian Hartl. Verweigerte Solidarität aber nähre den Boden für Zwietracht und Neid.
Pfarrer Hartl ist am 24. Mai um 10.05 Uhr in der Katholischen Morgenfeier im Hörfunkprogramm Bayern 1 zu hören. Auch im ZDF-Fernsehgottesdienst am Pfingstsonntag aus Bensheim um 9.30 Uhr will der Essener Bischof Franz Josef Overbeck an die Renovabis-Pfingstkollekte erinnern.
Zudem bietet Renovabis mit Sitz in Freising wieder eine Pfingst-Novene an. Sie lädt ein, sich im Gebet mit den Menschen in der Ukraine zu verbinden. Das Oberhaupt der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, hat für die Gestaltung Pate gestanden. Von seinen Gedanken hat sich die Autorin Anna Tomashek-Dobra anregen lassen.

Autor: KNA


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