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Priester sollen Freude des Evangeliums spüren

Priesterweihe von Markus Grasser, Dominik Stehl und Florian Will im Bamberger Dom


Foto: Christoph Gahlau

Bamberg – „Es ist ein Privileg am Hochfest Petrus und Paulus das Sakrament der Priesterweihe zu empfangen.“ Beide Apostel würden auf das Wesen des priesterlichen Dienstes hinweisen, sagte Erzbischof Dr. Ludwig Schick bei der Priesterweihe von Markus Grasser, Dominik Stehl und Florian Will im Bamberger Dom. „Priesterlicher Dienst bedeutet – wie auch Papst Franziskus im Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium schreibt – Freude am Evangelium zu haben und diese mitzuteilen.“
Der priesterliche Dienst bedeute zudem das Petrusbekenntnis: „Du bist der Messias“ in die Welt hinauszutragen. Er selbst habe auf seinem Bischofsring Jesus Christus in der Mitte abgebildet, rechts und links davon Petrus und Paulus, predigte der Bamberger Oberhirte.
Erzbischof Schick ermutigte die Neupriester in seiner Predigt sich an Jesus Christus zu orientieren und täglich zu beten. Petrus und Paulus seien Jesus Christus besonders nahe gewesen – sie verband eine enge Freundschaft mit dem Herrn. „Wenn Ihr nahe bei Jesus Christus seid, wie Petrus und Paulus es waren, dann wird Euer priesterlicher Dienst, auch wenn er manchmal schwierig ist und scheinbar erfolglos, sinnvoll bleiben und er macht Euch zufrieden und dankbar“, betonte Erzbischof Schick.
Auch Jesus habe Schwierigkeiten und Erfolglosigkeit erfahren, aber er habe immer darum gewusst, dass sein Tun für die Menschen heilsam ist, dies aber erst nach Leiden, Tod und Auferstehung offenbar werde. „Das gilt auch für uns. In dieser Welt haben wir das Kreuz, das aber nach unserem Wirken und Leben zur Siegesfahne wird.“
Wie auch Jesus Christus sollten die Neupriester einen heiligen Zwang spüren, alles für die Ausbreitung der Frohen Botschaft zu tun. So werde auch das ehelose Leben sinnvoll und lebbar. „Lasst Euch nicht von den derzeitigen Diskussionen und den Mutmaßungen um den Zölibat irre machen“, so Erzbischof Schick. „Ihr seid berufen, Euch ganz für Jesus Christus und sein Evangelium im ehelosen Leben einzusetzen. Zölibat ist möglich und schenkt Erfüllung.“
Millionen Priester hätten bislang den Zölibat gelebt und Abertausende würden es heute tun. Große Heilige Männer und Frauen, wie Benedikt, Franz von Assis oder Mutter Teresa wären ohne den Zölibat nicht denkbar. Denn eheloses Leben bedeute immer auch ein eheloses Leben um den Himmelreiches willen. Erzbischof Schick sicherte den Neupriester zu: „Es wird gut werden. Gott vergelte Euch euren mutigen und großherzigen Entschluss.“
Gott beruft
„Wir sind dankbar für die Menschen, die uns begleitet haben und die Nähe Gottes“, sagte Neupriester Florian Will am Ende des Weihegottesdienstes stellvertretend für alle Neupriester. Es sei Gott, der beruft, und die Kirche nehme diese Berufung an. Eine lange Zeit der Ausbildung, zwischen sieben und acht Jahren, liege hinter ihnen. Auch mit der Priesterweihe sei die Ausbildung noch nicht abgeschlossen.
„Glaube lebt von Gemeinschaft“, sagte Will. Er danke daher den Heimat- und Praktikumspfarreien für Ihre Begleitung, ganz besonders aber den Familien für das Mitgehen des Weges. Und er danke Gott dafür, dass sie trotz aller menschlichen Schwächen und Fehler berufen worden seien. Für Gott sei es auch möglich mit ungenügendem Werkzeug zu arbeiten und zu wirken“, sagte Will, bevor die drei Neupriester den allgemeinen Primizsegen den Gläubigen im voll besetzten Dom spendeten.
Die Neupriester
Markus Grasser kommt aus der kleinen Ortschaft Gräfenhäusling und wurde 1989 geboren. 2011 trat er ins Priesterseminar Bamberg ein und hat in Fulda und Würzburg Katholische Theologie studiert. Zuletzt war er in der Pfarreiengemeinschaft Kronach im Frankenwald im Einsatz. Grasser wird Kaplan im Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land mit Sitz in Rödental.
Dominik Stehl wurde 1983 geboren und wuchs in Maineck auf. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum technischen Zeichner und arbeitete auch 12 Jahre lang in diesem Beruf. 2013 begann er sein Theologiestudium im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Zuletzt war er im Seelsorgebereich Fürth Mitte-Nord tätig. Er wird ab 1. September als Kaplan im Seelsorgebereich Erlangen Nord-West mit Sitz in Erlangen St. Xystus tätig sein.
Florian Will, geboren 1992, wuchs in Motschenbach im Landkreis Kronach auf. Nach der Schule absolvierte er das Propädeutikum in Bamberg, trat aber aus dem Priesterseminar wieder aus und studierte Theologie in München. 2014 kam er zurück ins Priesterseminar und schloss das Studium in Würzburg ab. Zuletzt war er im Seelsorgebereich St. Josef - Allerheiligen Nürnberg tätig. Will wird ab 1. September Kaplan im Seelsorgebereich Kronach mit Sitz in Kronach.
 

Autor: Christoph Gahlau / bbk


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