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Eine Idee ist zum Segen für viele Kranke geworden

Waldkrankenhaus Erlangen feiert 60-jähriges Bestehen


Foto: Christoph Gahlau

Erlangen – Das Erlanger Waldkrankenhaus St. Marien ist nach den Worten von Erzbischof Dr. Ludwig Schick die „Erfolgsgeschichte einer kirchlichen Einrichtung“. In den vergangenen sechs Jahrzehnten sei das Krankenhaus immer wieder erneuert und mit neuen Abteilungen ausgestattet worden, sagte der Bamberger Oberhirte bei einem Festgottesdienst in der Kapelle des Waldkrankenhauses anlässlich des 60-jährigen Bestehens.
Das Waldkrankenhaus Erlangen war 1959 von den Fran­ziskusschwestern Vierzehnheiligen gegründet worden. 2017 wurde es dann vom jetzigen Träger, den Maltesern, über­nommen. „Zur Geschichte des Waldkrankenhauses gehört auch die Übernahme durch die Malteser“, erinnerte Erzbischof Schick.
Die heutige Feier sei auch Gelegenheit darüber nachzudenken, was Kirche ausmache. „Den Einsatz für alte und kranke Menschen hat Jesus seiner Kirche ins Stammbuch geschrieben“. Erzbischof Schick nutzte zudem die Gelegenheit zum Dank: „Vergelt’s Gott allen, die das Waldkrankenhaus zu dem gemacht haben und machen, was es als Krankenhaus ist, eine von der Bevölkerung anerkannte, fachlich renommierte, christlich ausgerichtete Einrichtung für kranke und alte Menschen sowie für ihre Angehörigen.“ Jesus Christus solle hier weiterhin Ideal sein für einen liebevollen, wohlwollenden, respektvollen, helfenden und heilenden Dienst. „Damit das verwirklicht werden kann, setzen wir uns auch ein für mehr Pflegepersonal und fordern bessere Ausbildung, Bezahlung und Anerkennung für Krankenschwestern und Pfleger.“
Beim anschließenden Festakt erinnerte Gerhard Becker, der Geschäftsführer der Malteser Deutschland gGmbH an die Anfänge des Waldkrankenhauses im Jahr 1959. Damals habe die Einrichtung 200 Betten gehabt und auf den Zimmern gab es eigene Waschbecken, was damals ein außerordentlich hoher Standard gewesen sei. Heutzutage kümmern sich allein 1000 Mitarbeiter um über 30 000 Patienten pro Jahr.
Die Kongregationsleiterin der Franziskusschwestern, Schwester Regina Pröls ging in ihrem Grußwort bis ins Jahr 1945 zurück. Damals habe der Erzbischof von Bamberg in Vierzehnheiligen angefragt, ob Franziskusschwestern nicht nach Erlangen gesendet werden könnten. 1951 entwickelte dann die langjährige spätere Leiterin des Waldkrankenhauses, Schwester Gamelberta Dießner die Idee von einem Krankenhaus.
Ihre Vision sollte schließlich am 30. April 1959 mit der Eröffnung des Waldkrankenhauses Erlangen Wirklichkeit werden. Bis zu ihrem 80. Geburtstag im Jahr 1994 habe sie dann das Krankenhaus geleitet.
Die Franziskusschwestern seien bis heute eng mit dem Waldkrankenhaus verbunden. Das werde auch dadurch deutlich, dass die Privatadresse der Schwestern bis heute identisch sei mit der Adresse des Waldkrankenhauses. Seit 1959 hätten rund 130 Schwestern hier gelebt. Die meisten Ordensfrauen im Konvent des Waldkrankenhauses lebten 1970. Damals waren es 51, heute sind es noch 14. Die Entscheidung das Waldkrankenhaus und das dazugehörige Marienhospital abzugeben, sei nicht leicht gefallen. „Wir tragen da schon ein wenig Wehmut in uns.“
In seiner Festrede lobte der Kuratoriumsvorsitzende des Waldkrankenhauses, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, das Haus für seine vorbildliche Verbindung der Kompetenz eines modernen Medizinkomplexes mit einem persönlichen Umgang, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht.
„Sie haben hier schon früh erkannt, dass kranke Menschen nicht nur ärztliche Kunst und pflegerische Versorgung brauchen. Mindestens genauso wichtig für ihr Wohlbefinden und ihre Genesung sind ein Gefühl der Nähe, Geborgenheit und Zuversicht. Wer sich Ihnen mit seinen Bedürfnissen und Nöten anvertraut, soll sich angenommen, verstanden und geborgen fühlen. Damit leisten Sie einen beachtlichen Beitrag zum Schutz des Lebens und der Menschenwürde“, so Herrmann.
Zwar habe sich das Erlanger Waldkrankenhaus seit seinen Anfängen stark verändert. Seinem Leitspruch „… für den Menschen!“ sei das Waldkrankenhaus aber im Wandel der Zeit über all die Jahre hinweg treu geblieben –  während der 58-jährigen Trägerschaft der Kongregation der St. Franziskusschwestern genauso wie seit Juli 2017 unter der Obhut der Malteser.

Autor: Christoph Gahlau


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