Istanbul (KNA) – Vor der Ankunft des Papstes in der Türkei sind in der Hauptstadt Ankara am Donnerstag die Straßen entlang seiner Route gesperrt worden. Die Sperrungen begannen am Morgen und dauern bis zur Weiterreise von Leo XIV. nach Istanbul am Abend, wie die Polizei mitteilte.
Das Kirchenoberhaupt soll nach der Landung in Ankara am Mittag zunächst das Mausoleum von Staatsgründer Atatürk besuchen, wie es bei Staatsbesuchen in der Türkei üblich ist, und dann zum Präsidentenpalast fahren. Dort wird er von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan empfangen. Anschließend steht ein Besuch beim staatlichen Religionsamt auf dem Programm, der obersten Autorität des türkischen Islam.
Kontrollen in Iznik
Weitreichende Sicherheitsmaßnahmen trafen die türkischen Behörden auch für den Besuch des Papstes in der Kleinstadt Iznik, wo am Freitag eine Gedenkfeier an das Konzil von Nizäa stattfindet. Bei der Kirchenversammlung wurde vor 1.700 Jahren das bis heute für die Christen gültige Glaubensbekenntnis formuliert. Schon seit Tagen kontrolliert ein Großaufgebot der Polizei in Iznik Reisende und Passanten. Nationalistische Demonstranten hatten bei einer Protestkundgebung in der nahen Provinzhauptstadt Bursa angekündigt, den Papstbesuch in Iznik verhindern zu wollen.
In Istanbul wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Stätten des Papstvisite - er besucht unter anderem die Blaue Moschee - wegen möglicher Terrorgefahr ebenfalls verschärft.
